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Heilpflanzen


Die Schafgarbe - Wermut

Heil- und Wirkstoffe

Die Schafgarbe enthält vor allem den Bitterstoff Achillein und einem dem Wermut nahe stehenden Geschmacksstoff. Das ätherische Öl (Chamazulen) mit dem blauen Kohlenwasserstoff Azulen zeichnet sich durch seine abheilende und krampflösende Wirkung aus. Es ist mit dem im Kamillenöl enthaltenen Azulen identisch. Die keimhemmende Wirkung des Schafgarbenöls ist von gleicher Art wie das Thymianöl bzw. das ätherische Öl der Zwiebel. Schafgarbenöl enthält außerdem noch Cerotinsäure, Cerylalkohol, Ölsäuren und Linolsäuren. An weiteren Wirkstoffen enthält die Schafgarbe Sterin, Palmitin-,Salicyl-,Ameisen-,Essig- und Isovalerinsäure. Des weiten wurden Harz, Flavone, Inulin, Bitter- und Gerbstoffe, Aspargin, Kampfer, Gummi, Eiweiß, Phytosterin wie auch Phosphate, Nitrate und Kalisalze und weitere Mineralien festgestellt. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass im Chlorophyll der Schafgarbe ein dem Vitamin A ähnlicher Bestandteil enthalten ist und auch das Vitamin C.

Dieser ungewöhnlich Reichtum an Heil- und Wirkstoffen erklärt auch die so einmalige Heilwirkung der Schafgarbe. Nicht leicht vereinen andere Heilpflanzen, ausgenommen die Kamille, so viele wirkungsvolle Heilkräfte in sich wie die Schafgarbe.

Hauptwirkungsbereich:

Der Kreislauf wird günstig beeinflusst. Sie greift regelnd bei Bluthochdruck ein, wirkt krampflösend und hat eine zusam-menziehende Wirkung auf die Venen, weshalb sie bei Hämorrhoiden und Krampfadern angezeigt ist. Schafgabe wird als beliebtes Tonisierungsmittel (Kräftigung des Kreislaufs) verwendet. Die blutverbessernde und blutreinigende Wirkung hilft auch bei Beschwerden gichtischer und rheumatischer Art.

Der Stoffwechsel erfährt durch die Schafgarbe Anregung, Förderung und Steigerung. Insbesondere der Bitterstoff Achillein steigert alle Stoffwechselvorgänge im Körper, treibt die Krankheitsstoffe aus und stärkt die Nerven.

Der Verdauungskanal wird durch den hohen Bitterstoffgehalt der Schafgarbe positiv beeinflusst. Ihre Heilwirkung ist besonders günstig bei den verschiedenen Erkrankungen des Darmes und des Magens, sei es zur Behebung von Appetitlosigkeit, Beseitigung von Blähungen, Darm- und Magenkrämpfen oder zur Abheilung von Entzündungen. Schafgarbe löst eine Steigerung der Darmdrüsentätigkeit aus, beseitigt die Gärungserscheinungen, Stuhlverstopfung, Stauungen und Störungen der Leber. Die Gallenanregung in der Leber wird gefördert und auch der Gallenabfluss wird gesteigert.

Auf die Beckenorgan hat die Schafgarbe eine sehr günstige Wirkung.(so kannte sie auch schon Hildegard von Bingen und nannte sie "Mutterkraut") Die Heilkräfte der Schafgarbe stärken die Eingeweide, die inneren Schleimhäute und die Mutterschaftsorgane, hilft bei Verkrampfungszustände im Unterleib.Die Bitterstoffe wirken vorwiegend auf die Gefäße des Bauchraumes. In der Folge tritt eine kräftige Blutverschiebung zum Herzen hinaus in den peripheren Raum des Haut, des Hirns, der Niere, der Muskeln usw. Damit erlangen die Bitterstoffe in der Behandlung des funktionell gestörten Blutkreislaufes größte Bedeutung:

Wermut - Schafgarbe

ist unsere bitterste einheimische Heilpflanze. Auch in der stärksten Verdünnung schmeckt man Wermutbitter heraus, deshalb wird er auch als „Heilbitter“ bezeichnet. Die Bitterstoffe an sich sind in hohem Grade geeignet, die Regelung der Magen und Darmfunktion zu unterstützen, indem sie eine spannungs- oder krampflin-dernde Eigenschaft ausüben und den Darm zur normalen tätigkeit bringen. Außerdem regen die Bitterstoffe die Ab-sonderung des Speichels und auch des Magen-und Darmsaftes an.

Nimmt man die Bitterstoffe vor der Nahrungsaufnahme, wird die Entleerung des Magens durch die Bitterstoffe gefördert.Lt. Untersuchungen, können die Bitterstoffe in den Zirkulationsmechanismus eingreifen, indem sie einen verbesserten Rückstrom venösen Blutes zum Herzen auslösen können.Wermut macht es dem Magen möglich, die speisen mit Leichtigkeit zu verdauen. Er regt die Speichel-drüsen, die Magen- und Darmdrüsen an. Außerdem regt er die Absonderungen der Leber und Bauchspeicheldrüse an.Er ist blähungstreibend und regelt den Gallenfluss, die Gallenbildung in der Leber und die äußerst verdauungs-wichtige Magen- Darmbewegung.

Dr. Zimmermann (München) konnte feststellen, dass die antiinfektiöse, schleimhauttonisierende, sekretolytische Wirkung des Wermuts sich auch auf das darmassosiierte Immunsystem positiv auswirkt, indem die Antikörper in der Schleimhaut angeregt wird und damit zu einer Verbesserung der Abwehrkräfte führt.

Wirksame Hilfe leistet Wermut, z.B. bei Sodbrennen Völlegefühl, Magendruck,bei Funkrionsstörungen im oberen Dünndarm mit Störungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse.Auch die Eiweiß-Verdauung wird verbessert. Wermut dient auch zur Verhütung von Arteriosklerose.

Leonie von Cisewski - Mineralstoffberatung und Antlitzanalyse