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Kurt Hickethier wurde am 22.Oktober 1891 in Nebra (Thüringen, heute: Sachsen-Anhalt) geboren. Hickethier erkrankte im 1. Weltkrieg an Malaria. Als weitere schwere Belastung stellte sich bei ihm die Bechterew`sche Krankheit ein, die ihm sehr zu schaffen machte.
Die Schulmedizin konnte ihm nicht so recht helfen. So wandte er sich der Naturheilkunde zu und befasste sich unter anderem auch mit der biochemischen Heilweise nach Dr. Schüßler. Mit Hilfe dieser biochemischen Heilweise besserte sich seine unheilbare Krankheit entgegen allen ärztlichen Prognosen so sehr, dass er weitgehend beschwerdefrei war. Seine Erfahrungen vor allem aufgrund seiner verbesserten Lebenssituation und der daraus gewonnenen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Mineralstoffe nach Dr. Schüßler, veranlassten Kurt Hickethier, sich noch intensiver mit dieser biochemischen Heilweise zu beschäftigen. Dr. Schüßler forderte ihn auf, sich mit der Antlitzdiagnostik zu beschäftigen. Kurt Hickethier setzte sich besonders intensiv mit diesem Spezialgebiet auseinander. Seine gute Beobachtungsgabe und seine Intuition ermöglichte es ihm, die Zeichen für bestimmte Mängel im Antlitz des Menschen zu erkennen. Er entwickelte eine Systematik, die es erlaubte die Erkenntnisse auch anderen Menschen zugänglich zu machen. Er nannte das Erkennen der Mängel im Antlitz des Menschen „Sonnerschau“. Kurt Hickethier schrieb in seinem "Lehrbuch der Biochemie" über die Sonnerschau: Die Sonnerschau, die Antlitzdiagnostik, ermöglicht es, den Mangel an Lebenssalzen im Gesicht abzulesen. Deshalb erlernt sie! – Lest es vom Gesicht ab, was Euch und Euren Lieben fehlt! Sonnerschau (Antlitzdiagnostik) heißt jene Heilweise, die zugleich Krankheitserkennungslehre ist. Therapie und Diagnose sind hier nicht gekoppelt, nicht eins auf das andere angewiesen. Therapie und Diagnose sind hier ein und das selbe: eine Einheit. Es gibt aber immer wieder Störungen im Betrieb des Körpers, die sich nicht allein aufgrund der Antlitzanalyse feststellen lassen. zB. Die Wirkung schwerer Medikament, die das nach außen-Treten des Erscheinungsbildes des körperlichen Zustandes verhindern, zumindest schwer beeinträchtigen. Auch die moderne Kosmetik trägt einen großen Anteil an der Verschiebung der Mangelzeichen beim Menschen.
Kurt Hickethier gründete 1926 in Ellrich das „Schüßlerheim“. Später gründete er das Kurhaus „Hickethier“ auf Schloß Clettenberg, beide in Thüringen. In diesen beiden Wirkungsstätten wurde auch die Biochemie und die Antlitzdiagnostik gelehrt. Auch die von ihm entwickelte Sehschulung, Behandlung mit Mineralbädern und Massagen sowie eine spezielle Nervenmassage wurde dort angewandt.Im Dezember 1926 wurde Kurt Hickethier für seine großartigen Forschungen auf dem Gebiet der Biochemie und der Antlitzdiagnostik die Ehrendoktorwürde der Uni Pittburgh USA verliehen. 1938 untersagte man ihm aus politischen Gründen seinen Beruf, seine Kurhäuser wurden beschlagnahmt, seine Bücher verboten.Nach dem 2. Weltkrieg wurde sein Besitz entgültig durch die russische Besatzung enteignet. Er floh in den Westen. Seine neue Wirkungsstätte war im Gelsbachtal/Westerwald. Er nahm dort den Kur- und Lehrbetrieb wieder auf.
Kurt Hickethier verstarb am 2. Feb. 1958 in KEMMENAU, seiner letzten Wirkungsstätte.
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